Dazugehören oder abseitsstehen?

Was macht die NS-Volksgemeinschaft aus, für die der Adolf-Hitler-Koog als Musterbeispiel gilt? – Alle Buchstaben der Station VOLK versuchen, diese vielschichtige Frage zu beantworten.

Gefeierte Dorfgemeinschaft

Am 30. November 1933 lädt das Gemeindeblatt „Büdelsdorfer Rundschau“ ein zum „Fest der Dorfgemeinschaft“. Die örtliche Bevölkerung habe gezeigt, wie sehr sie „hinter dem Führer und Volkskanzler Adolf Hitler steht und daß sie die große Volksgemeinschaft bejaht.“ Jetzt gelte es, „für die Notleidenden unserer Gemeinde, für das Winterhilfswerk“ einzutreten:
„Keiner darf sich ausschließen! Alle, ob arm oder reich, gehören zur Dorfgemeinschaft!“
Die „Hitler-Jugend“ und der „Gesangsverein von 1874“ würden am Programm mitwirken und der „SA-Musikzug“ und die „Hauskapelle des Turn- und Spielvereins ‚Glück auf‘“ musizieren.

Sichtbar werden Elemente der NS-Gemeinschaftsidee: das Verhältnis von Volk und Führer, die so herausgestellte Fürsorge für Notleidende, das Zusammenrücken unterschiedlicher Schichten, auch die Pflicht zur Mitwirkung und die „Gleichschaltung“ von NS-Formationen mit traditionellen Vereinen. Verschwiegen wird hier, dass man aber nicht jeden dabeihaben möchte …

Massenorganisationen

Formationen wie die „Hitlerjugend“ (HJ), die „Deutsche Arbeitsfront“(DAF) oder „Kraft durch Freude“ (KDF) und viele weitere bieten an, dazuzugehören, Gemeinschaft zu erleben.

Die Botschaft lautet: „Du bist nichts, dein Volk ist alles!“
Will man dazugehören oder „abseitsstehen“, wie es schnell heißt?

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