Kriegsgemeinschaft

Komplizenschaft

Für die NS-Führung läuft alles auf den „großen Rassenkrieg“ um „arischen Lebensraum“ hinaus. Die „Volksgemeinschaft“ soll sich jetzt als Kriegsgemeinschaft bewähren. Viele Menschen verstricken sich in Verbrechen, werden zu Komplizen.

Entgrenzte Gewalt

Die Gewalt der Ausgrenzung radikalisiert sich weiter: Als „Volksschädlinge“ werden fortan schon jene begriffen, die „Feindsender“ hören oder „meckern“. Sie werden vor Sondergerichten angeklagt, die ‚kurzen Prozess‘ machen. Schließlich kämpft man jetzt mit äußeren Feinden. Millionen ausländische Zwangsarbeitende müssen für die deutsche Kriegswirtschaft schuften. Nach der Entfesselung des Krieges beginnt auch der systematische Mord an Behinderten. Mit dem Krieg „im Osten“ startet NS-Deutschland mit dem unfassbaren Unterfangen, die europäischen Juden zu ermorden. Anfangs durch hunderttausendfaches Erschießen, später auch in industriellen Tötungsfabriken.

KZ-System

Das System der nationalsozialistischen Konzentrationslager erreicht seine äußerste Ausdehnung: Zur Jahreswende 1944/45 sind 750.000 Menschen KZ-Häftlinge. Sie haben den Tod vor Augen. Auch in Schleswig-Holstein, zum Beispiel in den Außenstellen des Hamburger KZ Neuengamme in Husum-Schwesing und Ladelund.

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