Ausgeschlossen

Gemeinsame Feindbilder

Für die einen ist das Zusammenrücken in der „Volksgemeinschaft“ verheißungsvoll – für jene, die nicht dazugehören sollen, bedeutet sie gewaltsamen Ausschluss.
„Rassisch“, „erbgesundheitlich“ und politisch begründete Feindbilder bringen staatliche Verfolgung und gesellschaftliche Ausgrenzung auf einen Nenner: ein Erfolgsrezept der NS-Herrschaft.

die „Anderen“

Politisch Andersdenkende, die den NS-Staat ablehnen, erhalten teilweise die Möglichkeit zur ‚Besserung‘: Im Konzentrationslager oder nach ‚Warnungen‘ durch NS-Vertreter können sie sich von ihrer bisherigen Haltung abwenden und sich in die „Volksgemeinschaft“ eingliedern. Wer das tut, gehört dazu, wird aber weiter kritisch beobachtet. Konsequenter noch trifft es die, die aus „rassischen“ Gründen nicht Teil der Gemeinschaft sein dürfen: „Nichtarier“ wie „Juden“, bald auch „Asoziale“, „Berufsverbrecher“, „Zigeuner“ und Behinderte „arischer“ Abstammung gelten als „rassisch minderwertig“ und sollen aus der NS-Volksgemeinschaft entfernt werden.

… immer radikaler ausgestoßen

Die Radikalität des Ausschließens nimmt zu: Anfangs werden ausgegrenzte Gruppen öffentlich gebrandmarkt, dann ihrer Freiheiten beraubt und schließlich, eingebettet in den großen Krieg, ermordet.

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