Neues Denken

Küstenschutz statt Landgewinnung

Als die „Hollandflut“ 1953 allein in den Niederlanden 1.800 Todesopfer fordert, setzt auch in Schleswig-Holstein das Umdenken ein: Deiche werden massiv verstärkt.

Im Februar 1962 trifft eine verheerende Sturmflut auch die schleswig-holsteinische Westküste. Erneuerte Deiche halten, alte brechen. Eine Katastrophe wie in Hamburg bleibt aus.

Seither setzt Schleswig-Holstein auf Deicherhöhungen und auf die Verkürzung der Außendeiche von 580 auf 350 km.
Küstenschutz ist das Thema. Von Landgewinnung zu Siedlungszwecken ist keine Rede mehr. Der „Friedrich-Wilhelm- Lübke-Koog“, 1954 geschlossen, ist der letzte alter Art.
Der „Hauke-Haien-Koog“ entsteht 1959 bereits aus anderen Motiven.

Aus Feind wird Freund

Der 1979 eingedeichte „Speicherkoog-Dithmarschen“ wird gar nicht mehr besiedelt. Vögel rasten und brüten hier auf ihren Reisen im Herbst und im Frühjahr.

Menschen nehmen die artenreiche und einzigartige Natur von Küste und Wattenmeer zunehmend wahr.

Der neue Blick führt 1985 zur Gründung des „Nationalparks Schleswig-Holsteinisches
Wattenmeer“. Naturschutz, Tourismus und Landwirtschaft geraten wiederholt in Konflikte.

Inzwischen überwiegen Ausgleich und Harmonie.

Mensch und Nordsee: Sie brauchen Schutz voreinander. Dann gedeiht die neue Freundschaft.

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Deichbruch auf der Insel Föhr 1962: Kümmerliche Deichreste nach der verheerenden ‚Jahrhundertflut‘.

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Wellen peitschen an den Strand.
Eine „Buhne“ bricht sie, nimmt ihnen die Wucht.

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Eine Führung durch das Watt: Schönheit und Vielfalt der einzigartigen Schlicklandschaft entdecken, die 2009 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt wurde.

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Küstenbefestigung am Strand der Insel Baltrum.

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Buhnen sichern die Küste.

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