Neuer Lebensraum?

„Siedlungsexperten“

Nach dem Überfall auf Polen im September 1939 beginnen „Einsatzgruppen“ aus SS- und Polizeiangehörigen in den besetzten Gebieten mit gewalttätigen Umsiedlungs- und Vertreibungsmaßnahmen von einheimischen Polen und Juden. Im Gegenzug werden „Volksdeutsche“ aus baltischen Ländern übereilt angesiedelt. Wegen des Kriegsverlaufs zunächst gestoppt, werden die Planungen dennoch vorangetrieben.

und „Wehrbauern“

Wissenschaftler und SS-Behörden erörtern Siedlungsmodelle für „den Osten“. Man will neuartige Dörfer bauen. Dort sollen „Wehrbauern“ der SS nach mittelalterlichem Vorbild einen „Neuadel“ bilden. Ihnen will man „reichsdeutsche“ und aus anderen Ländern kommende „volksdeutsche“ Siedler unterstellen.

Das Land „im Osten“ wird aus nationalsozialistischer Sicht von slawischen „Untermenschen“ bewohnt. Es erscheint trist und grau. Deutsche Siedler werden es entwässern und nutzbar machen. Einheimische Bevölkerungsgruppen sollen vertrieben, ermordet oder Sklavenarbeiter werden – ein verheerendes Zukunftsmodell!

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