„Volk ohne Raum“

„Lebensraum“

Von „Blut und Boden“ zum Kampf um „Lebensraum“ scheint es nur ein kleiner Schritt: Wer Lebensgrundlagen einer bäuerlichen Gesellschaft erweitern will, braucht neues Land. So denkt man jedenfalls in „völkischen“ Kreisen. Daraus wird die Logik: Ein Volk braucht Raum. Völker kämpfen deshalb miteinander um Lebensräume. Siegen werden die ‚rassisch Überlegenen‘.

Die Ideologen interessiert nicht, dass Deutschland ein hochmoderner Industriestaat ist, der durch intensiveres Wirtschaften wächst. Neidisch blicken sie auf Nachbarn: Großbritannien und Frankreich besitzen Kolonialreiche. Deutschland hat nach dem Ersten Weltkrieg seine Gebiete und Kolonien abgeben müssen – Man sei ein „Volk ohne Raum“ geworden.

Griff nach „dem Osten“

Das soll sich ändern. „Im Osten“, in Osteuropa und der Sowjetunion, wollen nationalsozialistische Planer riesige Landstriche „eindeutschen“. Sie sollen Arbeitskräfte und Rohstoffe liefern und zu Siedlungsgebieten für Deutsche werden.

Das kann nur durch Krieg, Eroberung und Unterwerfung gelingen.

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