Landgewinnung als NS-Projekt

1933

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 werden die Landgewinnungsarbeiten verstärkt. Schleswig-Holsteins NSDAP-Gauleiter Hinrich Lohse bemächtigt sich des beliebten Themas:

Mit Gespür für erfolgreiche Propaganda verbindet er die Westküstentradition mit der Lösung von Gegenwartsproblemen – und dem Nationalsozialismus.

Plan-Übernahme

Die Vorarbeiten der „Arbeitsgemeinschaft der Deichverbände“ unter Johann Lorenzen eignen sich gut für die Pläne der Nationalsozialisten: Lohse übernimmt Ideen und Personal. Sein „Generalplan für die Landgewinnung in Schleswig-Holstein“ wird bald nur noch „Lohse-Plan“ genannt.

Visionär oder großmäulig?

Die Idee: Im Zeitraum von 100 bis 150 Jahren soll die landnächste Inselreihe des nordfriesischen Wattenmeeres verlanden. 30.000 Hektar Neuland und 2.000 neue Siedlerstellen würden ein Auskommen für etwa 10.000 deutsche „Volksgenossen“ bieten. – Ein visionärer Plan oder großmäulige Ankündigung?

Menü