Große Pläne

Öffentliche Aufgabe

Private und genossenschaftliche Koog-Pläne scheitern oft an hohen Kosten. Deshalb wird Landgewinnung um 1900 zur öffentlichen Aufgabe: Das „Domänenrent- und Bauamt Husum“, später „Marschenbauamt“, verkauft Land an Siedler, das mithilfe öffentlicher Gelder erschlossen worden ist.

Neue Schwerpunkte

Während der wirtschaftlich schwierigen letzten Jahre der Weimarer Republik (1918-1933) soll Landgewinnung im großen Stil aus der Krise führen.
Eine „Denkschrift der Arbeitsgemeinschaft der Deichverbände“ tritt 1931 für verstärkte Landgewinnung ein. Ihr Autor, Ingenieur Dr. Johann M. Lorenzen, fasst darin Küstenschutz und Landgewinnung, Arbeitsbeschaffung und landwirtschaftliche Nutzung sowie Besiedlung in einem Plan zusammen. Wirtschaftlichkeit spielt im „Lorenzen-Plan“ kaum eine Rolle, der Abbau von Arbeitslosigkeit rückt jetzt in den Vordergrund.

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