Dithmarschen – eine Kernregion des Nationalsozialismus

„Landagitation“

Die schleswig-holsteinische NSDAP erlebt ab 1928 einen rasanten Aufstieg.
Ihre Werbung spricht gezielt die Landbevölkerung an:
Eine Absatzkrise hat bei Bauern Nöte ausgelöst, viele fühlen sich von Verbänden und Staat im Stich gelassen.

In der radikalen „Landvolkbewegung“ sind nationalistische, judenfeindliche, rassistische und völkische Ideen verbreitet. Die ideologisch gleich gesinnten Nationalsozialisten treten das politische Erbe an.

Wahlerfolge

In beiden Teilen Dithmarschens fassen die Nationalsozialisten früh Fuß. Als sich auch Lehrer, Pastoren und andere angesehene Personen zur „Bewegung“ bekennen, ist der Durchbruch zur Mehrheit geschafft. Im Juli 1932 wählen auf Reichsebene 37 Prozent die NSDAP, in Schleswig-Holstein erreicht sie mit 51 Prozent eine Mehrheit, in Dithmarschen mit circa 65 Prozent eine Zweidrittelmehrheit.

und Gewalt

Überfälle, Straßen- und Saalschlachten sind fester Bestandteil des politischen Kampfes der NS-Bewegung: In Wöhrden sterben im März 1929 bei Kämpfen mit Kommunisten drei Menschen, im Juli 1932 ermorden Nationalsozialisten in Marne und Friedrichskoog politische Gegner.

Ausgerechnet jene, von denen Gewalt ausgeht, sollen für „Ruhe und Ordnung“ sorgen?

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