Störungen unerwünscht

Heile Welt

Für die propagandistische Außenwirkung des Adolf-Hitler-Kooges erscheint eine perfekt funktionierende Kooggemeinschaft als unentbehrlich.

keine Konflikte

Konflikte gehen Außenstehende nichts an, notfalls unterdrückt man sie von ‚oben‘. Ein Beispiel dafür entwickelt sich ganz am Anfang durch die Mitwirkung der angesiedelten Landarbeiter an der schnellen Fertigstellung der zu präsentierenden Erbhöfe. Im Gegenzug bewirtschaften die Bauern deren kleine Parzellen mit und sollen die Erträge an die Landarbeiter abliefern. Darüber entbrennt Streit, den Kreisbauernführer Hans Beeck durch ein Machtwort ‚löst‘.

oder Ausschluss

1936 verweist Beeck drei Siedler des Kooges. Denn: Ein verschuldeter Handwerker, ein trinkender Wirt und ein koffeinsüchtiger Bauer widersprechen seinen Ansprüchen an „absolute Sauberkeit innerhalb der neuen Kooggemeinschaft“, wie noch 1960 ein Chronist ganz unverkrampft notiert.

Zitat: Volquardsen 1960, S. 43

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