Propaganda-Tourismus

Bekanntheit

Der Adolf-Hitler-Koog wird zum Vorzeigeobjekt: Der Reichsrundfunk macht Sondersendungen, nationale und internationale Journalistengruppen besichtigen den Koog. Die Olympischen Sommerspiele 1936 eignen sich als Anlass besonders gut.
Besucher und Besucherinnen versenden Postkarten, gern mit dem Sonderstempel des Kooges. Auch das steigert den Bekanntheitsgrad. Es beginnt ein regelrechter Propaganda-Tourismus. Manchmal befahren an einem Tag 20 und mehr Autobusse sowie 200 bis 300 Privatwagen die kaum befestigten Straßen des Kooges. Sie müssen bald ausgebessert werden.

…und ständige Beobachtung

Oft weit anreisende Gäste suchen eine ländliche Idylle sowie eine rassisch gleichförmige, nationalsozialistische Mustergemeinschaft. Sie wollen das Neuland und seine Menschen besichtigen. Die geförderten und gefeierten Siedler zahlen ihren Preis: ein öffentliches Leben unter ständiger Kontrolle von außen.

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