1945 – Neustart für Schleswig-Holstein?

8. Mai 1945

Der Zweite Weltkrieg endet mit Deutschlands Kapitulation, zugleich auch die NS-Herrschaft. Wie geht es weiter nach zwölf Jahren Unrecht und Gewalt? Wie sollen Täter und Opfer zusammenleben?
Millionen ‚Fremde‘ drängen sich in Schleswig-Holstein: Wehrmachtssoldaten, Zwangsarbeitende, immer mehr Flüchtlinge. Wohnraum, Nahrung und Energie fehlen.

Riesenaufgaben

Schleswig-Holstein ist Teil der britischen Zone. Die Besatzer stehen vor riesigen Aufgaben: Wie lassen sich – gleichzeitig – Unrecht sühnen, Menschen „umerziehen“, Versorgung aufrechterhalten und eine Demokratie errichten?

Nationalsozialisten sollen ihre Positionen verlieren. Mit deutschen Demokraten baut die Besatzungsmacht eine neue Demokratie auf: 1946 finden Kommunalwahlen statt, 1947 Landtagswahlen. Die Demokratie wird stabil. Anfangs klappt auch der personelle Neustart. Doch viele Deutsche sehnen sich bald nach einem „Schlussstrich“ unter die Vergangenheit. NS-Führungsschichten rücken wieder in öffentliche Positionen. Gerade Schleswig-Holstein gerät deshalb immer wieder in die Schlagzeilen.

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