Nationalsozialistischer Festkalender

„An den Feiertagen der Nation, am Tag der Nationalen Arbeit, zum Erntedankfest und zur Feier des Tages, an dem der Führer ihrer neuen Heimat die Weihe gab, werden sich die Siedler in der Halle zusammenfinden.“

– So heißt es 1936 in der von Oberpräsident und Gauleiter Lohse herausgegebenen Festschrift „Neulandhalle“.

Inszenierte

Angesprochen ist damit ein besonderer Teil des Gemeinschaftslebens im Koog: Vergleichbar mit dem Kirchenkalender haben die Nationalsozialisten ein eigenes Feierjahr geschaffen. So feiert man zum Beispiel am 21. Juni das „Sonnenwendfest“: Arbeitsdienst und NS-Formationen entfachen dann an der Neulandhalle ein Feuer und singen das Lied „Flamme empor“:

„Heilige Glut! Rufe die Jugend zusammen … Leuchtender Schein!
Siehe, die singenden Paare schwören am Flammenaltare, Deutsche zu sein!“

Gefühle

In diesen Momenten ist die Neulandhalle eine nationalsozialistische Kirche. Und die dörfliche Volkgemeinschaft erlebt ihr Zusammenrücken.

Was machen solche Zusammenkünfte mit den Menschen?

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